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Von Natur aus anders

Vorwort (2)

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Das Buch ist im Grundtenor entwicklungspsychologisch konzipiert; auf diesem Gebiet liegt mein eigener Kompetenzschwerpunkt. Man kann das Thema aber nicht ohne interdisziplinäre Brückenschläge behandeln; es waren also auch noch andere Forschungsperspektiven einzubeziehen, darunter namentlich die Evolutionsbiologie, die Anthropologie, die Primatologie, die Endokrinologie und die vergleichenden Kulturwissenschaften.

Ohne regen Gedankenaustausch mit Spezialisten in den betreffenden Gebieten wäre das nicht möglich gewesen. Unter diesen sind vor allem Jane Goodall, Hans Kummer und August Anzenberger zu nennen. Ferner möchte ich mich bei meinen studentischen Mitarbeiterinnen Margot Kirkpatrick, Christa Seiler, Marianne Rahm, Laura Alagia Collenberg, Sybille Bechstein-Renner und Manuela Oesch bedanken, die durch Experimentalarbeiten und Literaturrecherchen einen Beitrag zu diesem Buch geleistet haben.

Dankbar verbunden bin ich auch Lutz von Rosenstiel, der mir wiederholt die Möglichkeit gab, das Thema «Frau und Karriere» mit Managern zu diskutieren, Rudolf Cohen, der einige zentrale Thesen sehr gründlich mit mir erörtert hat, und Irmgard Bock, die die Mühe auf sich genommen hat, das fertig gestellte Manuskript zu lesen und mir ein wertvolles Feedback zu geben.

Ein besonderes Wort dankbarer Erinnerung gebührt Ferdinand Merz. Mit seinem Buch: «Geschlechterunterschiede und ihre Entwicklung» ist er mir in all den Jahren, in denen ich mich mit der Materie beschäftigte, Vorbild gewesen. Seine Weise, an die Frage heranzugehen, setzt genau die richtigen Akzente und berührt alle die Bereiche, die mir beachtenswert erscheinen. Sein leider nicht mehr aufgelegtes Werk ist heute, mehr als 20 Jahre nach seinem Erscheinen, noch genau so gültig wie damals, und vieles, was darin Vermutung bleiben musste, ist inzwischen empirisch bestätigt worden.

Auch unsere drei Töchter Karoline, Annette und Franziska seien noch einmal genannt. Sie haben nicht nur Anschauungsmaterial für viele Probleme geliefert, die in dem Buch behandelt werden, sondern waren mir auch wichtige Diskussionspartnerinnen. Vor allem aber haben sie mich immer wieder weiterzumachen gedrängt, wenn mir im Laufe der Jahre der Atem einmal kurz wurde.

Dies gilt in besonderem Maße auch für meinen Ehemann Norbert, den ich, was die Unterstützung betrifft, die er mir zuteil werden ließ, eigentlich einen Feministen nennen möchte, auch wenn er das nicht gerne hört. Wenn mir anlässlich von Vorträgen zum Thema Geschlechtsunterschiede ein eisiger Wind entgegenwehte, war er zur Stelle und stärkte mir den Rücken. Insbesondere aber hat er inhaltlich Wesentliches zu dem Buch beigetragen.

Schon Mitte der sechziger Jahre hat er zu dem damals unter Verhaltensforschern noch kaum aktuellen Thema ein interdisziplinäres Symposium in der Reimers-Stiftung organisiert, mit dem unser gemeinsames Interesse an diesem Arbeitsgebiet seinen Anfang nahm. Seitdem hat sich eine gewisse Arbeitsteilung eingestellt, bei der er eher die evolutionsbiologische Perspektive eingebracht hat, während ich selbst mich vor allem als Entwicklungspsychologin verstehe. Insofern dokumentiert dieses Buch auch, dass zuweilen Forscherehen funktionieren können.

Abschließend möchte ich noch dem Kohlhammer-Verlag, insbesondere Herrn Dr. Poensgen, für die sehr angenehme Zusammenarbeit danken.

Doris Bischof, Bernried, im Mai 2001